Geschichte der Frauengemeinschaft
Wie es begann
Nach dem Kirchenbau und der Gründung der Pfarrei St. Peter im Jahre 1957 fanden sich Frauen zusammen, um die Gründung eines Vereins zu besprechen.
- Wie musste man vorgehen?
- Was sollte der Zweck dieses Vereins sein?
Die Frauen- und Müttergemeinschaft (FMG), so der ursprüngliche Name der heutigen Frauengemeinschaft, bot allen Frauen die Gelegenheit, ab und zu die eigenen vier Wände zu verlassen, um mit Gleichgesinnten Erfahrungen über Kindererziehung, Kochen und den Familienalltag auszutauschen. Neben Kochwurden auch zahlreiche Nähkurse angeboten, die von den Frauen rege besucht wurden. Mit den selbst genähten Kleidern konnte das in den Sechziger- und Siebzigerjahren oft noch schmale Familienbudget entlastet werden. Die Frauen- und Müttergemeinschaft besass auch eine eigene Nähmaschine, die Familien zur Verfügung gestellt wurde, die selbst keines dieser Wundergeräte besassen.
Ebenso gab es eine Gruppe Frauen, die es sich zur Aufgabe gemacht hatte, Familien mit einem Neugeborenen zu besuchen. Es wurde ein Präsent des Vereins überreicht. Für Familien ohne eigenen Stubenwagen wurde von der FMG für die ersten Lebensmonate des Kindes ein solcher zur Verfügung gestellt. Eine sicher willkommene Geste für manche Familie! Abwechslung im Alltag gab es für die Mütter durch den jährlichen Ausflug. Da in den ersten Jahrzehnten der FMG jährliche Ferien für die Familien noch nicht selbstverständlich waren, boten diese Carreisen höchst vergnügliche Stunden. So war es denn auch nicht erstaunlich, dass jeweils mindestens zwei Reisecars voll besetzt waren.
Eine Selbstverständlichkeit in den Anfangsjahren war die priesterliche Betreuung der Frauen durch den jeweiligen Pfarrer der Kirchgemeinde St. Peter. Es wurden zahlreiche Kurse in religiöser Kindererziehung angeboten, ebenso auch Anschauungsunterricht in christlichem Familienleben für die Frauen. Doch schon in den alten GV-Protokollen und Jahresberichten von damals lesen wir oft den leisen Vorwurf, dass gerade diese religiösen Angebote von den Frauen zu wenig genutzt würden und die Teilnehmerzahl an den monatlichen Andachten usw. zu wünschen übrig liesse! (Zahlen wurden leider nicht genannt!).
Von Beginn an feierte die Frauen- und Müttergemeinschaft jeweils am Donnerstagmorgen einen eigenen Gottesdienst in der Kirche. Dieser Anlass ist bis heute erhalten geblieben. Der Gottesdienst beginnt um 9.00 Uhr und dauert eine halbe Stunde. Alle Mitglieder unserer Pfarrei sind zu diesen Messen oder Wortgottesdiensten mit Kommunion herzlich eingeladen.
Seit Anfangszeiten der Frauengemeinschaft wurden Fotoalben mit Berichten über die Aktivitäten der Mitglieder geführt. Eine wahre Fundgrube! In den alten Alben findet man auch viele Hinweise über theaterbegeisterte Frauen, die an den Generalversammlungen oder auf Ausflügen immer wieder für Unterhaltung sorgten.
Die Theatergruppe St. Peter besteht heute noch und sorgt an jeder GV für den gemütlichen Abschluss und viel Heiterkeit.







